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Geschichte unseres Vereins
Bläservereinigungen und Tambouren
Die ersten Aufzeichnungen über Musikanten und Tambouren in Oberkirch findet man in den Kirchmeierrechnungen und Schützenprotokollen.
Seit 1815 notierte der Kirchmeier immer wieder Ausgaben für Musikinstrumente und Löhne an Musikanten, wohl als Entschädigung für ihr Engagement bei kirchlichen Anlässen. Aber, und das mag in der heutigen Zeit erstaunen, auch die Schützengesellschaft zeigte Interesse und unterstützte die Musik. Oft gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kirchmeier und dem Schützenrat um den Besitz von Instrumenten. Bei Schützenausmärschen wirkte immer die Musik mit. Dabei war jeweils auch eine Reihe von Tambouren.
Ab 1843 ist nichts mehr über Musikanten aufgezeichnet.
1863 zog Martin Schnyder, aus Geuensee nach Oberkirch in die Weierweid und wurde Organist in der Pfarrkirche. Er gründete wieder eine Musik, die Schnydermusik, später auch Kaysermusik genannt. Sie zählte 8 bis 10 Musikanten:
- Bariton, Schnyder, Weierweid
- Horn, Elmiger Martin, St. Margrethen
- Klarinette, Habermacher Xaver, Bahnwärter, Rüti
- Althorn, Kayser Peter, Neuweid
- Althorn, Kayser Moritz, Neuweid
- Cornet, Zwimpfer Jakob, Seehäusern
- Bass, Zwimpfer, Seehäusern
1869 stellten diese Musikanten im Namen der Musikgesellschaft Oberkirch an die Schützengesellschaft das Gesuch um einen Vorschuss von Fr. 200.00, was für die damalige Zeit ein ganz ansehnlicher Betrag war. Diesem Ersuchen wurde entsprochen unter der Bedingung, dass die Musik sich an den Ausmärschen der Schützen beteilige. So nahmen sie beispielsweise im Jahre1869 teil an Ausmärschen nach Sursee und Buttisholz, oder 1875 nach Nottwil, Buttisholz, Ruswil, Knutwil und dem Sälischlössli in Olten.
Es folgte eine Zeit, aus der Aufzeichnungen über diese Musikgesellschaft fehlen, wohl weil sie zu existieren aufgehört hatte. So besorgte am 23. Juli 1893 die Stadtmusik Sursee unter der Direktion von Johann Galliker, Organist in Oberkirch, den musikalischen Teil beim Aufritt des neuen Pfarrherrn von Oberkirch, Johann Baptist Huber.
Musikgesellschaft "Frohsinn" Dogelzwil
Im Jahre 1897 würde diese Gesellschaft gegründet und nannte sich auch Bergmusik. Am 9. Juni 1901 besuchte sie einen Musiktag in Sursee.
Am 18. August 1901 wurde die Fahne, welche im Kloster Rickenbach gestickt wurde, geweiht. Sie zeigt das Luzerner Wappen mit der Inschrift " Einigkeit ist das Band der Kraft. Treue Bruderliebe macht uns stark". Das erforderliche Geld wurde von den Ehrenjungfrauen, (Töchter vom Berg) gesammelt. Patensektion war die Stadtmusik Sursee. Die erste Fahne und das Patengeschenk, ein Trinkhorn, werden immer noch von der Musikgesellschaft sorgfältig gehütet.
Mitglieder der "Frohsinn" Oberkirch
Rogger Josef, Landwirt, Kotten Rogger Laurenz, Student, Kotten (nachmaliger Seminardirektor Hitzkirch, Probs in Beromünster) Rölli Anton, Landwirt, Hasenwart Grossmann Josef, Landwirt, Ried Grossmann Josef, Student, Rollhafen (später Lehrer in Luzern) Grossmann Josef, Maurer (später Baumeister im Dorf) Dula Siegfried, Landwirt, Hüttli Dula Josef, Landwirt, Hüttli Hellmüller Josef, Landwirt, Engelweid Fellmann Dagobert, Landwirt, Wyberlist (später Himmelrich-Wirt in Sursee) Meier Johann, Landwirt, Krugel (später Gmeindeammann) Bucher Eduard, Postbote, Sursee (später Bankbeamter in Luzern, Präsident des Luz. Blasmusik-Verbandes) Präsident 1897, Fellmann Dagobert Präsident 1901, Dula Josef Dirigent Achermann Beni, Traintrimpeter und Schlosser, Sursee Dirigent Grossmann Alois, Traintrompeter, Oberkirch Fähnrich Bucher Gottfried, Landwirt, Seehäusern (später Liebergott)
Die meisten Mitglieder waren auch aktiv in der Stadtmusik Sursee oder in der "Concordia" Sursee, der Musikgesellschaft der Ofenfabrik Sursee. 1907 löste sich der Verein auf, weil einige Musikanten fortgezogen waren und es an Nachwuchs fehlte.
Musikgesellschaft heute
Ein Mitbegründer der "Frohsinn-Musik" Dogelzwil war Josef Hess, Schuhmacher, Sohn von Lehrer Franz Hess. Er wurde am 4. Juni 1874 in Oberkirch geboren, übte den Beruf als Schuhmacher zuerst in Dogelzwil und später im Dorf aus. Im Laufe der Jahre war er Dirigent der Musikgesellschaften in St. Erhard, Buchs und Uffikon, zudem auch Aktivmitglied der "Concordia" Sursee. In der "Frohsinn - Musik" blieb ihm das Dirigentenamt versagt. Deshalb schritt er im Dorf zur Gründung einer zweiten Musikgesellschaft. Josef Hess verunglückte am 6. Dez. 1936 tödlich, als er beim Dorfschulhaus von einem Auto angefahren wurde.
Im Sommer 1901 scharte Josef Hess eine Anzahl junger Männer aus der Gemeinde um sich und bildete einen provisorischen Verein "behufs gemeinsamer Erlernung der edlen Musikkunst". Anfänglich sollte die Vereinigung als Tanzmusik auftreten.
Die Gründungsversammlung fand am 12. Dezember 1901 im Lokal von Josef Estermann, Liebergott, statt. Dabei waren.
- Hess Josef, Schumacher
- Hess Franz, Schneider
- Hess Alois, Landarbeiter
- Estermann Josef, Landwirt,
- Liebergott Rösch Josef, Landwirt, Wyssrüti
- Stöckli Alois, Landwirt, Unterhof
- Fähndrich Niklaus, Landwirt, Münigen
Das Protokoll führt aus: "Der Tagespräsident Josef Hess eröffnete die Versammlung und wies auf die Unmöglichkeit hin, sich unter den gegebenen Umständen der Musikgesellschaft "Frohsinn" in Dogelzwil anzuschliessen. Die Gründung einer zweiten Gesellschaft in Oberkirch werde in weiten Kreisen der Einwohnerschaft begrüsst und stellte dann die Frage, ob man einen Verein gründen solle. Nach kurzer Diskussion wurde die Gründung einer Musikgesellschaft einstimmig beschlossen".
Name: Musikverein Oberkirch
Direktor und Präsident: Hess Josef Aktuar:
Fähndrich Niklaus Kassier: Hess Franz
Das Probelokal war im Haus von Josef Estermann, Liebergott, später im Schulhaus Surenegg. Die Gesellschaft, die auch Hess-Musik genannt wurde, spielte ursprünglich in Harmoniebesetzung. Am 24. Dezember 1901 fand das erste Weihnachts- und Neujahrsblasen statt, wobei 7 Mitglieder mitmachten. Die Generalversammlung vom 13. März 1902 genehmigte die ersten Statuten mit einem Vorstand von drei Mitgliedern.
Das Protokoll verzeichnet in den ersten Jahren Ausmärsche nach Grosswangen, Sempach, Schloss Chastelen in Alberswil und Uffikon. Ferner Konzertaufritte in Oberkirch, Sursee, Reiden, Wikon. Geschätzt wurde auch ihr Mitwirken an Fronleichnam, dem Weissen Sonntag und den Prozessionen an den Monatssonntagen. Der Bevölkerung unserer Gemeinde bereitete sie Freude anlässlich des Weihnachts-, Neujahrs- und Kilbiblasens.
An der Generalversammlung vom 28. August 1904 gab sich der Verein neue Statuten, in der Folge setzte sich der Vorstand aus 5 Mitgliedern zusammen. Am 8. Oktober 1905 fand die Fahnenweihe statt. Patensektion war die "Concordia" Sursee. Patenpaar waren Frl. Josy Stocker, Haselrain, und Johann Scherer, alt Gemeindepräsident, Feldmatt. Zur Aufbewahrung der Fahne und des silbernen Pokals erstellte Dorfschreiner Ruckli einen Schrein im "Hirschen" Oberkirch. Von 1912 an wurde das Weihnachtsblasen nur noch in beschränktem Umfang durchgeführt und unterblieb öfters während den Kriegsjahren. Als es dann gänzlich eingestellt wurde, und damit Spendeneinnahmen fehlten, beschloss der Verein am 28. März 1921 der Gemeinde Oberkirch ein Gesuch um einen alljährlichen Beitrag von Fr. 200.00 zu stellen. Diese Subvention wurde bewilligt. Per 30. Juni 1929 trat unsere Musikgesellschaft dem Luzerner kantonalen Musikverband, heute Luzerner Blasmusikverband, bei.
Die folgenden Aufzeichnungen sind vom Verfasser der Chronik den Protokollen der Musikgesellschaft Oberkirch entnommen und werden in Kurzform wiedergegeben. Am 30. Juni 1931 wurden neue Statuten verabschiedet und der Verein in Musikgesellschaft Oberkirch umbenannt. Sie wurden von Albert Willimann als Präsident und Josef Rogger als Aktuar unterzeichnet. 21 Musikanten spielten im Verein mit. Nach einer langen Zeit in reiner Blechbesetzung, wagte man einen Versuch mit drei Klarinetten, kam aber nach einigen Proben wieder davon ab. 1932 fand der erste Mostbummel über den Berg statt. 1933 Uniformierung : Grüner Veston, schwarze Hosen; Hersteller Robert Amrein, Neudorf und Fritz Eggimann, Grosshöchstetten, Mütze; Fritz Eichenberger, Sursee, Ledertasche; Adolf König, Sursee. Kosten Total Fr. 125.00 pro Mann. Gabensammlung in der Gemeinde. Gemeindebeitrag Fr. 1'000.00. 1935 Einführung des Samichlausjagens mit Kinderbescherung. Ebenfalls Einrichten einer Reisekasse, die Mitglieder zahlten monatlich 50 Rp. ein. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges 1939 war die Tätigkeit des Vereins infolge Aktivdienst der Mitglieder stark eingeschränkt.
Das zweite Protokollbuch wurde 1945 begonnen und der Aktuar benützte die Gelegenheit, namentlich alle 30 Mitglieder der Musikgesellschaft Oberkirch zu erwähnen:
Aktivmitglieder im Jahre 1945
- Präsident, Bucher Louis
- Vice-Präsident, Muri Eduard
- Direktor, Bucher Peter
- Kassier, Zwimpfer Kaspar
- Aktuar, Roth Alois
- Rechnungsrevisor, Stocker Josef
- Rechnungsrevisor, Stocker Anton
- Fähnrich, Lichtsteiner Josef
- Willimann Albert
- Egli Franz
- Rogger Josef
- Portmann Peter
- Hunkeler Anton
- Hunkeler Jost
- Zwimpfer Gari
- Zwimpfer Josef
- Gautschi Fritz
- Stutz Theophil
- Rösch Hans
- Meier Josef
- Ziswiler Franz
- Ruf Emil
- Willimann Josef
- Troxler Xaver
- Küng Anton
- Thürig Moritz
- Muff Josef
- Furrer Josef
- Bühler Alois
- Jost Moritz
1946: 17 neue Instrumente der Marke "Hirsbrunner" Sumiswald im Betrag von Fr. 6'000.00 werden angeschafft. Die Gemeinde leistete einen Beitrag von Fr. 4'000.00. Erstmals wird ein Wiesenfest im "Feld" organisiert. Am 8. / 9. Juli 1951 war die 50-Jahrfeier mit Weihe der zweiten Vereinsfahne. Patensektion war die Stadtmusik Sursee. Fahnenpaar : Frau Hermine Wüest - Hess, Sonnegg, Renzligen und Franz Egli - Stocker, Seehäusern. Die Fahne wurde durch die Firma Fraefel in St. Gallen angefertigt und zeigt die alte Pfarrkirche von Oberkirch, das Gemeindewappen und die neue Surenbrücke. Als Gastvereine wirkten mit: Feldmusik Buttisholz, Musikgesellschaft Knutwil, Feldmusik Nottwil, Musikgesellschaft "Frohsinn" Grosswangen, Feldmusik Grosswangen und die Stadtmusik Sursee. Präsident des Organisationskomitees war Josef Hunkeler, Gemeindepräsident.
Die zweite dunkelblaue Uniform wurde am 7. Juli 1961 mit der 60 Jahr-Feier des Vereins eingeweiht. Lieferant war die Firma Kleider Frey in Sursee. Präsident des Organisationskomitees war wiederum Josef Hunkeler, Gemeindepräsident. Am Festkonzert wirkten die Musikgesellschaft Geuensee, der Musikverein Schöfflisdorf- Oberweningen, die Feldmusik Nottwil, die Feldmusik Knutwil, die Feldmusik Buttisholz, die Musikgesellschaft "Frohsinn" Grosswangen und die Stadtmusik Sursee mit. 1965 wurde auf die Führung der Reisekasse verzichtet. 1967 fand eine Neu-Instrumentierung mit Haussammlung statt und die Gemeinde Oberkirch steuerte wiederum einen ansehnlichen Geldbetrag bei. 1969 gab sich der Verein wieder neue Statuten. Der damalige Präsident war Otto Amrein, und der Aktuar Walter Ziswiler. Vom 10. bis 14. September 1976 feierte der Verein das 75-jährige Bestehen mit Fahnenweihe und Neuuniformierung. Fahnenpaten waren Berta Zwimpfer-Holdener, Schulhaus und Josef Gretler-Kneubühler, Feldmatt. Als Patensektion wirkte die Feldmusik Knutwil mit. Der Entwurf und die Anfertigung des Banners geschah durch die Firma Heimgartner in Wil SG. Das neue Wahrzeichen der Musikgesellschaft war in den Gemeindefarben Blau -Weiss gehalten. Die neue und dritte Uniform besteht aus weinrotem Veston und beigen Hosen. Sie wurde im Uniformenatelier der Firma Büttiker, Pfaffnau hergestellt. Als Gastvereine wirkten mit: Stadtmusik Sursee, Feldmusik Nottwil, Feldmusik Buttisholz, Feldmusik Grosswangen, Musikgesellschaft Harmonie Rickenbach, Fanfare L'Avenier Develier, Musikgesellschaft "Frohsinn" Grosswangen und die Feldmusik Knutwil. Präsident des Festkomitees war Alois Krieger, Gemeindepräsident.
Aktivmitglieder im Jahre 1976
- Präsident, Trachsel Walter
- Vice-Präsident, Müller Hans
- Aktuar, Ziswiler Walter
- Kassier, Meier Jost
- Beisitzer, Troxler Guido
- Direktor, Gössi Werner
- Vice-Direktor, Stocker Anton sen.
- Fähnrich, Estermann Hans
- Amrein Otto
- Arnold Pius
- Arnold Walter
- Emmenegger Oskar
- Felder Franz
- Galliker Dominik
- Habermacher Alois
- Habermacher Franz
- Hellmüller Josef
- Hodel Frnaz
- Kneubühler Franz
- Kneubühler Hans
- Kuster Werner
- Rösch Hans sen.
- Rösch Hans jun.
- Sommer Ueli
- Stocker Anton jun.
- Stocker Hans (Sursee)
- Stocker Hans (Haselrain)
- Stutz Theophil
- Troxler Bernhard
- Widmer Walter
- Willi Hans
- Ziswiler Josef
- Zwimpfer Kaspar
- Stocker Josef
1978 war die Musikgesellschaft Oberkirch Gastverein an der Gedenkfeier der Schlacht in Sempach.
Am 18. März 1981 genehmigten die Mitglieder der Musikgesellschaft die neuen Statuten. Präsident war Franz Hodel, Aktuar Hans Rösch. 1983 Organisation der Delegiertenversammlung des Luzerner Blasmusikverbandes im Gemeindesaal. 1986 Aktivmitglieder 48, bis heute grösster Bestand. Ab 1988 wurde auf die Durchführung des Maskenballes verzichtet.
1988, 1./2 und 4./5. Juni, Luzerner Kantonaler Musiktag Oberkirch. 39 Musikvereine aus dem Kanton nahmen an diesem Wettstreit in Oberkirch teil. Das OK wurde von Fridolin Roos, Gemeindepräsident, geleitet und trotz etwas misslichem Wetter war der finanzielle Erfolg ausgezeichnet. 30. November 1990, 90. Geburtstagsfeier mit Neuinstrumentierung. Es wurde eine Sammlung durchgeführt und die Gemeinde bewilligte einen Betrag für ein Bassinstrument. Im Gesamten kostete die Neuinstrumentierung rund Fr. 90'000.00. Gastvereine waren die Fanfare L'Avenier Develier und die Trachtenkapelle Butschbach - Hesselbach aus Oberkirch Deutschland. OK - Präsident war Franz Hodel. 1994, Aktivmitglieder 39 und 7 Tambouren.
Präsidenten
- 1901 Hess Josef
- 1903 Willimann Josef
- 1904 Hess Franz
- 1914 Fähnrich Josef
- 1916 Zwimpfer Gottlief
- 1921 Hess Josef
- 1926 Brunner Anton
- 1927 Rogger Josef
- 1928 Willimann Albert
- 1942 Bucher Louis
- 1947 Muri Eduard
- 1957 Grossmann Alois
- 1966 Amrein Otto
- 1970 Trachsel Walter
- 1981 Hodel Franz
- 1992 Trachsel Walter jun.
Direktoren
- 1901 Hess Josef
- 1922 Unternährer Josef
- 1926 Hess Josef
- 1931 Bucher Peter
- 1949 Wyss Alois
- 1953 Ochsner Josef
- 1954 Muff Josef
- 1955 Moos Edwin
- 1956 Zeier Josef
- 1960 Albrecht Franz
- 1973 Gössi Werner
- 1980 Müller Franz
- 1990 Birrer Hans
- 1991 Lauber Alfred
- 1996 Ruckli Thomas
- 1998 Rösch Michael
Ehrenpräsidenten
- 1951-1956 Willimann Albert
- 1957-1986 Muri Eduard
Ehrendirektoren
- 1951-1999 Bucher Peter
Fähnrich
- 1905 Wyss Georg
- 1917 Thürig Laurenz
- 1923 Thürig Hans
- 1929 Lichtsteiner Josef
- 1947 Wüest Fritz
- 1958 Krieger Anton
- 1969 Estermann Hans
- 1989 Birrer Werner
- 1998 Trachsel Walter sen.
Vice-Direktoren
- 1947 Stocker Anton
- 1973 Amrein Theo
- 1976 Stocker Anton
- 1978 Rösch Hans
Besuchte Musiktage und Musikfeste
- 1933 Luzerner Kantonalmusiktag Rickenbach, Direktor Peter Bucher
- 1934 Luzerner Kantonalmusikfest Wolhusen, Direkotr Peter Bucher
- 1938 Luzerner Kantonalmusikfest Willisau, Direktor Peter Bucher
- 1949 Luzerner Kantonalmusiktag Reiden, Direktor Peter Bucher
- 1950 Luzerner Kantonalmusikfest Hochdorf, Direktor Alois Wyss
- 1956 Luzerner Kantonalmusiktag Nottwil, Direktor Josef Zeier
- 1963 Bündner Kantonalmuskfest St. Moritz, Direktor Franz Albrecht
- 1964 Luzerner Kantonalmusiktag Grosswangen, Direktor Franz Albrecht
- 1965 Luzerner Kantonalmusikfest Sursee, Direktor Franz Albrecht
- 1970 Luzerner Kantonalmusikfest Willisau, Direktor Franz Albrecht
- 1974 Luzerner Kantonalmusiktag Reiden, Direktor Werner Gössi
- 1975 Luzerner Kantonalmusikfest Sempach, Direktor Werner Gössi
- 1977 Luzerner Kantonalmusiktag Hergiswil a. Napf, Direktor Werner Gössi
- 1978 Luzerner Kantonalmusiktag Römerswil, Direktor Werner Gössi
- 1981 Eidg. Musikfest Lausanne, Direktor Franz Müller
- 1983 Luzerner Kantonalmusiktag Schwarzenberg, Direktor Franz Müller
- 1984 Luzerner Kantonalmusiktag Neuenkirch, Direktor Franz Müller
- 1985 Luzerner Kantonalmusikfest Hitzkirch, Direktor Franz Müller
- 1989 Luzerner Kantonalmusiktag Menznau, Direktor Franz Müller
- 1991 Eidg. Musikfest Lugano, Direktor Alfred Lauber
- 1993 Luzerner Kantonalmusiktag Grossdietwil-Altbüron, Direktor Alfred Lauber
- 1994 Berner Kantonalmusikfest Thun, Direktor Alfred Lauber
- 1998 Luzerner Kantonalmusiktag Hergiswil a. Napf, Direktor Thomas Ruckli
- 1999 Luzerner Kantonalmusiktag Buttisholz, Direktor Michael Rösch
- 2000 Luzerner Kantonalmusikfest Kriens, Direktor Michael Rösch
Musikkommission
1949 wurde beschlossen, eine Musikkommission ins Leben zu rufen, um dem Direktor und den Vorstandsmitgliedern musikalische und technische Aufgaben abzunehmen. In den Statuten von 1983 ist erstmals ein Reglement erstellt worden. Unter anderem sind folgende Aufgaben aufgelistet:
Anschaffung von Musikalien für den Verein, Auswahl der Musikstücke an Veranstaltungen,
Regelung der Besetzungsfragen, Kontrolle der Instrumente und Uniformen und Antragstellung an den Verein zum Kauf von Instrumenten.
Präsidenten
- 1949 Stocker Anton
- 1962 Amrein Otto
- 1967 Muri Toni
- 1969 Amrein Otto
- 1970 vakant
- 1975 Müller Hans
- 1982 Rösch Hans
- 1986 Willi Hans
- 1988 Stocker Hans
- 1995 Kneubühler Thomas
Musikschule und Jugendmusik
Bis 1979 lag die Ausbildung des Bläsernachwuchses immer in den Händen von opferbereiten Mitgliedern der Musikgesellschaft. Die Ausbildung der Musikschüler an der Musikschule Sursee war unbefriedigend. Die teilweise negative Einstellung einiger dort unterrichtenden Musikpädagogen zur Dorfmusik liess mehr als nur zu wünschen übrig. 1986 berief der Gemeinderat Oberkirch eine Musikschulkommision ein, die entsprechende Vorschläge für die Reorganisation erarbeiten sollte. 1989 wurde wieder die Ausbildung in eigener Regie aufgenommen. Hans Peter Schwegler unterrichtete bereits 12 Schüler und gründete gleichzeitig das Jugendensemble. 1992 übernahm Adolf Kreienbühl die Jugendmusik. In Schuljahr 1992 / 1993 meldeten sich 8 Schülerinnen und Schüler für den Unterricht bei der Musikgesellschaft Oberkirch an. Vier Musiklehrer: Stefan Bühlmann, Hans Peter Schwegler, Adolf Kreienbühl und Hans Stocker vermittelten eine gute musikalische Ausbildung. Bereits ein Jahr später übernahm Geri Amrein 10 der mittlerweile 12 Schülerinnen und Schüler. Nach dieser Versuchsphase wurde mit Beginn des Schuljahres 1993 / 1994 der Vertrag mit der Gemeinde Oberkirch unterzeichnet und die Musikgesellschaft übernahm die Ausbildung der Blechbläser und Schlagzeuger. Die Grundschule blieb weiterhin Aufgabe der Musikschule Sursee.
Zur Zeit unterrichten fünf Musiklehrer 27 Schüler/innen.
Seit 1999 leitet Michael Rösch die Jugendmusik.
Trotz erheblichen Eltern-und Gemeindebeiträgen bleibt für die Musikgesellschaft eine jährliche finanzielle Belastung von ca.Fr. 10'000.00 bis Fr. 15'000.00.
Unsere Veteranen
Langjähriges Musizieren in einem Verein wird durch den Luzerner- und den Schweizer Blasmusikverband belohnt. Es sind dies die folgenden Ehrungen:
30 Jahre aktiv: Kantonaler Veteran
35 Jahre aktiv: Eidgenössischer Veteran
50 Jahre aktiv: Kantonaler Ehrenveteran
60 Jahre aktiv: Ehrung des Internationalen Musikbundes (CISM)
Vor rund 40 Jahren wurde die Veteranenvereinigung der Luzerner Musikveteranen gegründet. Alljährlich am letzten Oktobersonntag treffen sich die Veteranen zu ihrer Versammlung. Seit 1995 ist Walter Trachsel sen. im Vorstand dieser kantonalen Vereinigung tätig. Im Herbst 2000 wurde in Sursee die dritte Veteranenfahne geweiht. Als Fahnenpaar amteten: Eliane Trachsel - Müller ,Oberkirch und Hans Meier - Häberli, Dagmersellen.
Jede Sektion hat einen Veteranenobmann, der sich um die Anliegen, Sorgen und Wünsche der einzelnen Veteranen kümmern sollte.
Unsere Obmänner
- 1961 Stocker Anton
- 1989 Trachsel Walter
- 1995 Gössi Werner
- 1961 Stocker Anton
- 1989 Trachsel Walter
- 1995 Gössi Werner
Die Oberkircher Veteranenfamilie ist besonders aktiv. Seit 1985 wird immer am 15. August eine Veteranenreise mit den Lebenspartnerinnen unternommen. Für den ersten Ausflug wurde eine Fahne entworfen und von Eliane Trachsel - Müller angefertigt. Bei der Weihe dieses Banners in der Pfarrkirche Oberkirch waren Eliane Trachsel - Müller Gotte und Walter Ziswiler - Süess Götti. Weitere Zusammenkünfte wie Fasnachts-, Samichlaushöck, Museumsbesuche oder Jassnachmittag werden sporadisch durchgeführt.
Verstorbenen Veteranen
- 1936 Hess Jose
- 1986 Muri Eduard
- 1988 Rösch Hans
- 1989 Egli Franz
- 1991 Zwimpfer Kaspar (Ehrenveteran)
- 1993 Stocker Josef (Ehrenveteran)
- 1994 Stocker Anton (Ehrenveteran)
- 1999 Hummel Josef
Veteranen heute
- Amrein Otto Müller Hans
- Buchmann Jack Stutz Theophil
- Emmenegger Oskar (Ehrenveteran)
- Trachsel Walter (Ehrenveteran)
- Felder Franz Willi Hans
- Gössi Werner (Obmann)
- Ziswiler Josef
- Meier Josef
- Ziswiler Walter
- Meier Jost
Oberhof - Fäscht
Um die Finanzierung der Ausbildung des Bläsernachwuchses sicher zu stellen, wurde am 17. und 18. August 1985 erstmals das Oberhof Fäscht organisiert. Nach einer harzigen Startphase und wegen dringenden Anschaffungen, war der finanzielle Erfolg anfänglich bescheiden. Nach diversen Konzeptänderungen kam ab 1995 die Wende und die Vereinskasse erhält seither den nötigen Zustupf. In den letzten Jahren besuchten an den drei Tagen jeweils rund 2'500 Personen das Fest. Die Atmosphäre auf dem Oberhof-Areal ist für einen Festanlass einmalig. Sicher ist es nicht selbstverständlich, dass der Verein einen ganzen Landwirtschaftsbetrieb für eine Woche lahm legt.
Hans und Maria Willi - Müller zeigen viel Idealismus und Goodwill, damit die Musikgesellschaft ihr traditionelles Fest im August durchführen kann.
Nachwort des Chronisten
Peter Bucher, Ehrenbürger der Gemeinde Oberkirch und Ehrendirektor der Musikgesellschaft hat in seiner "Gemeindechronik Oberkirch" und den "Oberkircher Gemeindeblätter"den Verein sehr gut dargestellt. Den grössten Teil meiner Aufzeichnungen konnte ich diesen Büchern entnehmen. Ferner standen mir auch alle Protokolle des Vereins zur Verfügung.
In den letzten 50 Jahren, die ich in der Musikgesellschaft miterleben und mitgestalten durfte, hat ein gewaltiger Wandel im Vereinsleben stattgefunden. Zu meinen Anfangszeiten wurde man so richtig ins kalte Wasser geworfen und lernte das Musizieren erst im Verein. Die Jungen, die heute dem Verein beitreten, beherrschen ihr Instrument, und das Zusammenspiel lernten sie bereits in der Jugendmusik. Auch die Literatur ist anspruchsvoller und abwechslungsreicher geworden.In den letzten Jahren spürt man aber einen gewissen Zeitdruck in allen Bereichen des Vereinsleben.
Der Musikgesellschaft Oberkirch möge es gelingen, weiterhin gute Musik auf beachtlichen Niveau zu bieten. Das ist mein Wunsch für die Zukunft.
Oberkirch im März 2001
Werner Gössi